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Istanbul – Heimliche Hauptstadt der Türkei und ehemaliges Konstantinopel

 

Die weltweit einzige Stadt, die mit ihren 1.538,77 km² und ihren 10.034.830 Einwohnern auf zwei Kontinenten liegt. Sie ist nicht nur die größte Stadt sondern auch Kultur- und Wirtschaftszentrum der Türkei und wurde einst unter dem Namen „Byzantion“ von griechischen Kolonisten gegründet. Mit den Randbezirken leben hier fast zwölf Millionen Menschen. Istanbul hat eine dreitausendjährige Geschichte und zählt zu den ältesten noch bestehenden Städten der Welt. Die Stadt gliedert sich in drei Bereiche, das alte im Süden der europäischen Seite gelegene Stadtzentrum mit den Stadtteilen Eminönü und Fatih, den Teil nördlich vom Goldenen Horn mit den Stadtteilen Beyoglu und Besiktas, der sehr europäisch geprägt ist und die gegenüber auf der asiatischen Seite gelegenen Stadtteile Üsküdar und Kadiköy. Der Sitz des Patriarchen von Konstantinopel befindet sich in Istanbul sowie die Residenz des Erzbischofs der türkisch-orthodoxen Gemeinde, des armenischen Erzbischofs und des türkischen Oberrabbiner.

Aus geografischer Sicht umschließt Istanbul den südlichen Bosporus und wird von ihm in ein westliches (europäischer Teil) und ein östliches (asiatischer Teil) Gebiet geteilt. Die nach Westen verlaufende Bosporusbucht (Das Goldene Horn) trennt den europäischen Teil in eine südliche liegende Halbinsel mit dem historischen Istanbul und die an das historische Galata anschließenden nördlichen Stadtteile. Die zu Istanbul gehörenden Prinzeninseln (beliebtes Ausflugsziel) liegt im Südosten der Stadt.

Geologisch betrachtet liegt Istanbul in der Nähe eines Grabenbruchs (afrikanische und eurasische Kontinentalplatten stoßen hier aneinander) dadurch wird die Stadt regelmäßig in größeren Abständen von Erdbeben heimgesucht. Das nächste starke Erdbeben wird von Wissenschaftlern für das Jahr 2025 prognostiziert. Das Klima ist ein mildes, feuchtes Seeklima. Die wärmste Jahreszeit wird im Juli erreicht und die kältesten Temperaturen im Januar. Die beste Reisezeit um Istanbul zu erkunden ist in den Sommermonaten da man zu dieser Zeit mit beständigem Wetter rechnen kann.

Istanbuls Stadtbild wird durch christliche und islamische Sakralbauten geprägt. Der überwiegende Teil der Bevölkerung bekennt sich allerdings zum Islam. Weitere bedeutende religiöse Minderheiten sind die griechisch-orthodoxen Christen und die armenischen Christen sowie die sephardischen Juden. Wer durch die Straßen von Istanbul wandert dem offenbaren sich viele in osmanischer Tradition gebaute Holzhäuser, welche typisch für die Stadt sind. Durch den enormen Bevölkerungszuwachs konnte diese Tradition leider nicht beibehalten werden, es sind in den letzten Jahrzehnten viele hoch bebaute Siedlungen (Gecekondus) entstanden um den Zuwachs aufzufangen.

Für die Städtereisenden bietet Istanbul nicht nur Kultur sondern auch die Möglichkeit einen Badeurlaub nebenbei zu machen, geeignete Plätze dafür sind Bakirköy, Sariyer und der Bosporus sowie die außerhalb der Stadt gelegenen Prinzeninseln, um nur einige zu benennen. Die Inselgruppe eröffnet dem Besucher eine idyllische Landschaft mit Kiefern- und Pinienwäldern, hölzernen Sommervillen, Pferdkutschen (Motorfahrzeuge sind nicht erlaubt) und gemütlichen pittoresken Fischerrestaurants. Von Eminönü und Kartal aus sind die Prinzeninseln per Fährverkehr zu erreichen. Sile ein bekannter türkischer Badeort am Schwarzen Meer (rund 50km entfernt von Istanbul) lockt mit einem Angebot an schönen Feriensiedlungen und Hotels und seinen teilweise unberührten weißen Sandstränden.

An Sehenswürdigkeiten und Kultur bietet die Großstadt ein unzähliges Angebot. Bekannte Museen sind der Topkapi Sarayi (ehm. Sultanspalast), die Hagia Sophia (ehm. Kirche), die Chora-Kirche, das Archäologische Museum sowie das Museum für türkische und islamische Kunst. Außerdem sind viele Nebengebäude der zahlreichen Moscheen in Museen umgewandelt worden. Für Architekturliebhaber bietet Istanbul eine ungeheure Fülle von städtebaulichen, kunsthistorischen und touristisch bedeutenden Bauwerke. Einige davon sollten auf der Tour durch Istanbul unbedingt besucht werden, dazu gehören das Hippodrom (At Meydani) aus dem 2. Jahrhundert, das Konstantinsforum mit dem Relikt der Konstantinsäule, die Seemauer am Marmarameer sowie verschiedene Ehrensäulen und Bögen. Einige Kirchen und Moscheen haben den Lauf der Zeit fast unverändert überstanden und sind heute eingerichtete Museen. Die osmanische Architektur ist besonders gut an den Palästen und Residenzen sowie den Moscheen und den großen Handelshäusern zu erkennen. Typische Moscheen aus der osmanischen Frühzeit sind die Mahmut Pasa Camii (älteste erhaltende Großmoschee), Iskele Camii in Üsküdar sowie die Sultan Beyazit Camii um nur ein paar herauszugreifen. Türkische Bäder (Hamam) findet man in Alt-Stambul das Cemberlitas Hamam oder das Galatasary Hamam in Beyoglu. Die gesamte Altstadt von Istanbul gehört seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Ein großes Problem hat die Weltmetropole allerdings, das stetig wachsende Müllproblem und die Umweltverschmutzung durch Industrie und Verkehr. Mittlerweile hat Istanbul auf alternative Energien wie Erdgas umgestellt und konnte auch schon Lösungen umsetzen, um das Müllproblem und die Verkehrssituation zu verbessern. Leider ist die Luftverschmutzung und die Wasserverschmutzung eine immer noch aktuelle Sorge der Bevölkerung Istanbuls. Trotzdem ist Istanbul eine pulsierende Weltstadt mit eigenem Charme und einem Mix aus Kulturen unterschiedlichster Couleur die unbedingt eine Reise wert ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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